Brennpunkt Turnhalle

Die dringend notwendige Turnhalle war bei der jährlichen Mitgliederversammlung des TSV Uelversheim im April 2017 Gegenstand intensiver Diskussionen. Allseits wurden wenig hilfreiche Veröffentlichungen bedauert, in denen den Vereinsverantwortlichen mangelnder Druck für den Hallenneubau vorgeworfen wurde. Vorsitzender Bernhard Obermann bekräftigte im Namen des Vorstands, dass das Thema Turnhalle im Verein bereits seit 10 Jahren bearbeitet werde. Ende 2014 sei ein fertiger Plan einer Einfeldturnhalle in den damaligen Gemeinderat eingebracht worden und dann aber leider nicht weiter verfolgt worden. Zwischenzeitlich sei dann die interkommunale Turnhalle mit dem Nachbardorf Weinolsheim ins Gespräch gekommen, das Projekt ist aber dann nicht weiter konkretisiert worden.

Als Resultat der Versäumnisse liege der TSV Uelversheim im Bereich der regionalen Sportförderungsprojekte nun nur noch auf Platz sechs. De facto habe dies zur Folge, dass eine mögliche finanzielle Förderung erst in sieben bis acht Jahren möglich sei. Ohne finanzielle Unterstützung könnten weder Verein noch Gemeinde einen Hallenneubau umsetzen.

Auch eine Sanierung der bestehenden Halle sei nur schwer vorstellbar. Ob ausreichende Mittel nach dem Abriss der Grundschule aus dem Verkauf von Bauplätzen übrig blieben, sei fraglich. Vonseiten der Gemeinde habe man nun einen Arbeitskreis zum Thema „neue Turnhalle“ gebildet. Davon unabhängig, so Obermann, wolle man seitens des TSV gezielte Aktivitäten und öffentlichkeitswirksame Maßnahmen entwickeln, um zielgerichtet zu Lösungen aus der Misere beizutragen. Dazu zählten unter anderem ehrenamtliche Einsätze von Helfern beim Hallenbau, Spendensammlungen und Aufklärung der Öffentlichkeit. „Wir müssen auch innerhalb der Gemeinde und vor dem Gemeinderat überzeugen. Die zahlreichen Aktivitäten des TSV in den einzelnen Sparten belegen, welche bedeutende Rolle der Verein im Ortsgeschehen und darüber hinaus wahrnimmt, wie z.B. bei der Fastnacht, der Kerb und mit der überregionalen Sportwoche,“ so Obermann. Durchaus lohne es auch zu prüfen, Sportbundverbände zu kontaktieren oder auch die Möglichkeit zum Bau einer kleineren Halle ohne die Beteiligung anderer in Erwägung zu ziehen.  

„Zwar wäre der TSV Hauptnutznießer der Turnhalle, doch eine Gemeinde lebt von der Vielfalt, darunter auch vom sportlichen Angebot für die zur Zeit ca. 500 aktiven Mitglieder des TSV, Sportlerinnen und Sportler aller Altersklassen. Ohne eine funktionsfähige und auf die Bedürfnisse ausgerichtete Halle würde letztendlich die gesamte Gemeinde verlieren. Neue Ideen und aktive Unterstützung statt populistische Töne und Vorwürfe sind jetzt gefragt,“ so der eindringliche Appell des TSV-Vorsitzenden.